Zwischen den Schauern

Immerhin zwei eigene Starts und einige mehr für die Kollegen vom LSV konnten wir heute abwickeln.

Nach sachgerechtem Check und beherztem Griff zum Telefon konnten wir nach mehreren Schauern beruhigt feststellen, dass unsere gute alte D-4658 immer noch 100% wasserdicht ist.

Segelfliegen, die familienfreundliche Variante

In einer der letzten Nummern unserer Berliner-DAEC Verbandszeitschrift „Der Lilienthaler“ beschrieb ein Segelflieger die potenzielle Familienfeindlichkeit unseres Sports. Regina Mansow, Nichtfliegerin im BLCL aber auf dem Flugplatz aufgewachsen, beschrieb dazu in der aktuellen Nummer die Lage in unserem Verein.

Den Volltext habe ich hier für alle Nicht-Berliner – arme Kerle, aber soll es ja geben – nochmal eingefügt.

Lilienthaler 1/2012 Seite 9:
Am Segelfliegen scheiden sich nicht nur die Geister von Hubert

Es geht auch anders…

Seit mehr als 50 Jahren ist unser kleiner Berliner Segelflugverein auf der Grambeker Heide in Schleswig-Holstein nicht nur fliegerisch aktiv, sondern auch famlientauglich.

Neben 30 aktiven Piloten, Schülern und „nur noch“ mitfliegenden altgedienten Ex-Piloten tummeln sich Wochenende für Wochenende auch fast genau so viel nichtfliegende Partner, nicht mehr fliegende Kameraden und noch nicht fliegender Nachwuchs.

Wie ist das Phänomen zu erklären, fast jedes Wochenende 400 bis 500 km – gern in Fahrgemeinschaften – zu fahren, um Nicht-zu-Fliegen? Vielleicht liegt es an der Gemeinschaft und der Begeisterung, abends gemeinsam an den Flugerlebnissen der Aktiven teilzuhaben, nebenbei gemeinsam zu kochen und zu essen, Nachbarschaftshilfe und Nachhilfe zu leisten, Bodenpersonal zu ergänzen, Ausfüge zu unternehmen (z.B. zur sagenumwobenen Eisdiele nach Ratzeburg am schönen Ratzeburger See oder zum benachbarten Hellbachtal, zum Naturschutzgebiet Schaalsee oder oder oder) oder einfach beim Kaffeeklatsch die neuesten Neuigkeiten zu bequatschen.

Es ist uns in all den Jahren gelungen – dank Wohnwagen und Übernachtungsräumen -, ein zweites Zuhause zu schaffen, ein Mehrgenerationenheim von 2 bis 90 Jahren, einen gemütlichen Raum, bei dem es zwar viel und hauptsächlich, aber eben nicht nur ums Fliegen geht. Es gibt bei uns zahlreiche sonnige Tage, an denen wir gemeinsam den Fliegern nachschauen und Langeweile eben auch für Nichtflieger ein Fremdwort bleibt.

Wie gesagt, es geht auch anders, fliegen muss nicht familienfeindlich sein, wenn der „Anhang“ eigene Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort findet .Jedenfalls hat es sich für unsere Gemeinschaft quasi als „Schweißdraht“ herausgestellt, dass wir von Freitag Abend bis Sonntag nach „Flugschluss“ zusammen bleiben.

Es grüßt vom BLCL die Nichtfliegerin Regina