Chronik

Der BLCL geht auf einige der ältesten Segelflugvereine Deutschlands zurück. Wir haben das vor einiger Zeit einmal aufgezeichnet und waren selbst überrascht. Mittlerweile ist der BLCL – ein Verein mit Berliner Herz, Wurzeln und manchmal Schnauze –  fest in Schleswig-Holstein, Hamburg und sogar Niedersachsen verankert.

1881  Dr. Hermann Elias und Hans Rudolf Berliner gründen mit anderen Luftsportbegeisterten den ersten Luftsportverein Deutschlands, den Deutschen Verein zur Förderung der Luftschifffahrt.

1933 Auf politischen Druck erfolgt die Auflösung des Vereins

1950  Hermann Elias, Hans-Rudolf Berliner und Hans-Dieter Fritsche gründen den Luftsportclub Berlin Süd. Der Flugbetrieb findet in Lübeck Blankensee statt. Gemeinsam mit dem dortigen Lübecker Verein für Segelflug nutzt man einen Schulgleiter vom Typ SG 38. Der Luftsportclub Berlin Süd vereinte damals noch alle wichtigen Luftsportarten. Einige spalteten sich später ab. (Motorsport-Club Berlin, die alten Adler, Modellflieger, Ballonfahrer und Fallschirmspringer).

1950 Werner May, Karl Mattig, Otto Schindler und Gerhard Fuhrmann gründen den Berliner-Luftsportclub 50.

1951 Heinz Rankewitz, Gerd Heyn, Harry Fischer und Gerhard Prokesch gründen den Luftsportclub Lilienthal. Zunächst betreibt der Verein nur Modellflug. 1952 und 1953 stellt der Verein den Landesmeister in dieser Sparte.

1953 Über den Luftsportclub Berlin Süd kommt der Verein nach Lübeck-Blankensee. In Berlin bauen einige Mitglieder in „Heimarbeit“ ein Grunau Baby III. Zu dieser Zeit war der Flugzeugbau in Berlin noch verboten. In der Bundesrepublik war der Segelflugsport seit 1952 wieder freigegeben. In einer konspirativen, von Harry Fischer mit Senatsunterstützung organisierten Nacht und Nebel Aktion kam das Baby an Bord eines „Rosinenbombers“ von Tegel nach Hamburg.

1954 Der Luftsportclub Lilienthal tritt der Segelflugschule Lübeck bei und kauft einen Kranich II und eine Mü 13E.

1957 Der Luftsportclub Berlin Süd fusioniert unter Aufgabe seines Namens mit dem Luftsportclub Lilienthal.

1960 Auf Betreiben von Werner May und Werner Mansow vom Berliner-Luftsportclub 50 und Gottfried Hoffmann vom Luftsportclub Lilienthal vereinigen sich beide Vereine zum Berliner Luftsportclub Lilienthal (BLCL).
In der Folge startete eine Initiative der sich neu bildenden Interessensgemeinschaft der Luftsportvereine des Kreises Herzogtum Lauenburg (IG Lauenburg), das ehemals militärisch genutzte Gelände „Grambeker Heide“ von Betonbunkern zu befreien und zum Segelfluggelände umzugestalten.
Der BLCL besitzt zu dieser Zeit eine Ka 1 und einen Begrfalken II. Die Starts erfolgen an der Ratzeburger Startwinde. Die Flugzeuge sind im durch die IG Lauenburg gepachteten Gebäude Görlitzer Ring 12 untergebracht. Heute befindet sich hier die Unterkunft des BLCL in Mölln.
Die Vereinsmitglieder, die stundenlange Autofahrten durch die DDR in Kauf nehmen, um ihren Sport betreiben zu können, wohnen an den Wochenenden zunächst in Zelten auf dem Flugplatz. Kauf einer Ka 7.

1963 Der Verein kauf eine Tost Doppeltrommelwinde.

1964 Eine Ka 8 und eine Ka 6CR erweitern den Flugzeugpark.

1967 Die IG Lauenburg erbaut eine Flugzeughalle, Werkstatt und Clubräume auf dem Flugplatz.

1969 Der BLCL erwirbt mit Unterstützung des Berliner Senats das heutige Vereinsgelände am Görlitzer Ring 12.

1975 Erwerb einer Ka 13.

1977 Der BLCL weiht seine eigene Flugzeughalle ein.

1980 Der Verein kauft einen Mistral.

1990 Der Verein kauft seine erste ASK 21 als Schulflugzeug
Nach der Wende gibt es Bestrebungen, den Verein in die Nähe Berlins zu verlagern. Schwierige Verhandlungen und hohe Kosten verbunden mit der durch den Ausbau der A 24 deutlich geringeren Fahrzeit aus Berlin erleichterten die Entscheidung, mit dem Verein in Mölln zu bleiben. Darüber hinaus ist den Lilienthalern über die schwierigen Jahre des Aufbaus und anstrengenden Pendelns zwischen Berlin und Mölln die Gegend zu einer zweiten Heimat geworden, die man nicht mehr missen will.

1991 Kontakte zum DDR-Traditionsverein „Otto Lilienthal“ in Stölln und in der Folge in kleinem Umfang „Mitgliedertransfer“.

1993 Kauf der zweiten ASK 21 wiederum mit Unterstützung des Berliner Senats.

1996 Kauf einer LS 4B.

1998 Kauf eines DG 505 Leistungsdoppelsitzers.

2000 Mit dem Verkauf der letzten Ka 8 besteht der Flugzeugpark ausschließlich aus Kunststofflugzeugen.

2003 Inbetriebnahme der ersten Doppeltrommel-Elektrowinde in Schleswig Holstein und Hamburg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.